FARBRAUSCH

am Donnerstag, 22 März 2012. geschrieben in KUNST + KULTUR

FARBRAUSCH

Wie „Mister Kugelschreiber“ zu  Maler „Behri“ wurde. Am Anfang standen kleine Skizzen, Kugel-schreiberzeichnungen und der passende Spitzname: „Ich war Mister Kugelschreiber. Meine Arbeiten sahen damals schon aus wie Tattoo-Tribals, lange bevor solche speziellen Tätowierungen in Mode kamen“, erzählt Thomas Behrens verschmitzt. Heute nennen ihn alle „Behri“ und statt Kugelschreiber-zeichnungen und Tattoo-Tribals bringt der Künstler jetzt am liebsten farbenprächtige bunte Vögel und Papageien

Am Anfang standen kleine Skizzen, Kugel-schreiberzeichnungen und der passende Spitzname: „Ich war Mister Kugelschreiber. Meine Arbeiten sahen damals schon aus wie Tattoo-Tribals, lange bevor solche speziellen Tätowierungen in Mode kamen“, erzählt Thomas Behrens verschmitzt. Heute nennen ihn alle „Behri“ und statt Kugelschreiber-zeichnungen und Tattoo-Tribals bringt der Künstler jetzt am liebsten farbenprächtige bunte Vögel und Papageien mit Spachtel, Tube und Palette auf bis zu 2,60 Meter große Leinwände. „Das ist für mich positive Energie. Je bunter, desto besser. Ich bin kein Leisetreter.”

Bereits im zarten Alter von 14 Jahren hat Behris Schuldirektor in Harburg das große Talent seines Schülers erkannt und ihn für seine Bilder und Zeichnungen gelobt. Trotzdem war sich der gebürtige Stader lange nicht sicher, was er werden wollte: Maler – oder Musiker. „Ich habe in jungen Jahren alles ausprobiert, so wie es mir gefiel“, berichtet Behri. An einem Tag  trat er mit seiner eigenen Rockband „Cobweb“ auf, am nächsten Tag verschönerte er den Eingangsbereich seiner Schule. Noch heute trägt der Eingangsbereich des Lessing-Gymnasiums in Harburg Behris „Handschrift“. Fünf Fenster hat er dort bemalt.

Seine erste Ausstellung fand in der Harburger Bücherhalle statt. „Dort habe ich 1984 meine Kugelschreiber-Bilder ausgestellt und das erste Mal ein eigenes Publikum begeistert.” Das Dekorieren und Restaurieren war zu dieser Zeit sein Schwerpunkt. Die Wand- und Deckengemälde in der ehemaligen „Hexenklause“ stammten von ihm und auch in der damals angesagten Diskothek „Roschinsky“ hat Behri den Treppenaufgang und die Bühne gestaltet. „So kam ein Auftrag nach dem anderen, ich wollte aber immer etwas richtig Buntes machen“, erklärt er seinen weiteren Werdegang. „Schon als Kind habe ich mit bunten Tieren gespielt und war fasziniert von den Tropen. ‚Daktari’ war meine Lieblingsfernsehsendung und Tarzan hatte zweifellos einen großen Einfluss auf mich.“

Zur Zeit ist Thomas „Behri“ Behrens in seinem Atelier in Mecklenburg-Vorpommern am Werkeln. Doch es zieht in regelmäßig in seine alte Heimat zurück: „Ich komme immer wieder gerne nach Harburg, um hier neue Ausstellungen zu organisieren oder Auftragsarbeiten für Kunden zu übernehmen.“ Ein Traum würde in Erfüllung gehen, wenn er mit seinen Bildern die Hafencity verschönern dürfte. Oder ein Tukan-Bild für den Vogelpark Walsrode malen könnte. Behri hat noch viel vor. Und eins ist klar: Seine Bilder voller Anmut, Exotik und Optimismus passen perfekt in unsere Elbstadt, zur Weite des Hafens und den Übersee-Verbindungen – die bis hin in die ferne Welt der Tropen reichen, aus denen die Bilder des Künstlers zu stammen scheinen.

Mehr Informationen unter: www.artbehri.de